Funktionales Sicherheits Management


Das Funktionale Sicherheits Management stellt organisatorische und fehlervermeidende Anforderungen an den Produktentstehungsprozss sowie an die Applikation von sicherheitsgerichteten Systemen.


Diese Anforderungen an die Funktionen sind einerseits den Phasen des Overall Safety Lifecycles (OSLC) und anderseits den Phasen der im OSLC integrierten E/E/PES- und Software-Safety Lifecycle zugeordnet.

Hersteller wie Zulieferer sind verpflichtet gegenüber OEM's und Zulassungsbehörden nachzuweisen, dass die elektronischen Systeme trotz steigender Komplexität und Softwarebestimmtheit sicher und zuverlässig die geforderte Safety Funktionalität ausführen. Nach dem Deutschen Produkthaftungsgesetz ist der Hersteller im Schadensfall verpflichtet, ein Nichtverschulden durch einen schadhaften Fehler seines Produktes nachzuweisen. Diese Beweislastumkehr zieht für den Hersteller eines Produktes die Notwendigkeit besonderer Sorgfalt bei der Dokumentation der von ihm durchgeführten Maßnahmen nach sich.

In diesem Sektor definieren die IEC DIN 61508 und die ISO DIS 26262 übergeordnete Anforderungen zum Management of Functional Safety, dem Functional Safety Assessment, sowie an die Dokumentation, welche gleichermaßen auf die Safety Lifecycle Phasen Anwendung finden. Vor dem Hintergrund, dass bei der Neuentwicklung von sicherheitsgerichteten Systemen sowie bei deren Applikation die organisatorischen und fehlervermeidenden Maßnahmen wiederholt verifiziert bzw. validiert werden müssen, bietet es sich an, diese im Rahmen eines Functional Safety Management Systems grundlegend in einem Unternehmen oder Entwicklungsprozess zu integrieren.


Safety Erfolgsschlüssel





Das Safety Management System wird unternehmensbezogen eingeführt, d.h. die Kompetenzen sind nicht einzelnen Personen zugeordnet, sondern finden Anwendung auf die jeweiligen Abteilungen, z.B. in Form eines übergeordneten Functional Safety Management Handbooks.
Entsprechend den Unternehmensaufgaben kann die Zertifizierung gezielt für relevante Phasen der Safety Lifecycle durchgeführt werden. D.h. zum Beispiel für Systemhersteller Phase 9 oder für Hersteller von Anlagen (Systemapplikation) die Phasen 1 bis 8 sowie 12 bis 15 des OSLCs.
Der Informationsfluß zu Schnittstellen angrenzender Phasen, z.B. Systemherstellung und Systemapplikation ist ebenfalls Betrachtungsgegenstand der Zertifizierung. Damit wird sichergestellt, dass die jeweilige Produktdokumentation alle relevanten Informationen aufweist, die für eine normenkonforme Anwendung Dritter notwendig ist.
Neuentwicklungen sowie die Applikation von sicherheitsgerichteten Systemen in Anlagen können durch die validierte und zertifizierte Vorgehensweise effektiv und umfassend projektiert werden. Damit verringert sich der notwendige Aufwand bei einer Produkt-Qualifizierung oder Anlagenabnahme.
Ein Functional Safety Management System dokumentiert gegenüber anderen Mitbewerbern einen Wettbewerbsvorteil, da damit z.B. eine durchgängig normkonforme Produktentwicklung oder Applikationsplanung beschrieben und bescheinigt wird.

Kausalanalyse

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